Pahlke KunstWebDesign

Immer unter Zeitdruck.

Wer im Internet nach Informationen sucht, hat es immer eilig. Länger als drei Minuten verweilen nur wenige Besucher auf einer Homepage. Die meisten brechen dagegen schon vorher ab, weil sie die erhofften Informationen nicht schnell genug gefunden haben oder sich die Seiten zu langsam aufbauten.

Untersuchungen besagen, daß 50 Prozent der Besucher einer Seite den Ladevorgang bereits nach nur 20 Sekunden mit einem Klick auf den Stop-Button abbrechen. Nach 45 Sekunden sind sogar bereits 90 Prozent der Besucher wieder weg. Wartezeiten von über 45 Sekunden akzeptieren gerade einmal noch 10 Prozent.

Ursache für lange Ladezeiten sind vor allem Flash-Animationen und zu viele oder zu große Bilder. Besonders übel ist es, wenn diese vor den eigentlichen Inhalten geladen werden. Bereits nach 10 Sekunden beginnen die Besucher dann unruhig zu werden.

Weltfirmen mögen sich das leisten können. Aber je austauschbarer das eigene Angebot wird, desto eher passiert es, daß sich der Surfer dann einem alternativen Angebot zuwendet. Im Internet sitzt der Mitbewerber schließlich nur wenige Klicks entfernt. Und die Angebote sind in der Regel austauschbarer, als viele Anbieter sich einzureden versuchen.

Werden dagegen bereits während des Ladens interessante Informationen angezeigt, nehmen die Besucher nach verschiedenen Untersuchungen bis zu 30 Sekunden Ladezeit hin, ohne unruhig zu werden.

Begründet werden Animationen und Bilder fast immer mit den Wünschen der Besucher. Doch tatsächlich interessiert die Besucher vor allem eines: Inhalte.

Wie Untersuchungen aus den USA zeigen, steht für 78 Prozent der Besucher der Inhalt an erster Stelle.

Trotzdem sind Bilder und Grafiken natürlich nicht unwichtig. Während reine Textinformationen häufig schnell wieder verloren gehen, bleiben Bilder und Grafiken im Gedächtnis haften.

Wieviel Animation eine Seite verlangt, hängt entscheidend von ihrem Inhalt und ihrer Zielgruppe ab. Eine Seite für Multimedia-Angebote verträgt mit Sicherheit mehr Animation als ein Auskunftsdienst für Telefonnummern.

Auch dann sollte aber niemals vergessen werden, daß es nicht nur Internet-Benutzer mit einem schnellen DSL-Zugang, sondern ebenso mit einem langsamen Modem-Anschluss gibt.

Flitzt eine 12 000 Byte große Seite, wie zum Beispiel diese, in nur gut einer Zehntel Sekunde durch das DSL-Netz, braucht die gleiche Seite über ein langsames Modem bereits rund vier Sekunden.

Doch sich weitgehend auf Text beschränkende Seiten wie diese sind selten. Mit zwei oder drei größerformatigen Bildern sind schnell 60 000 oder 70 000 Byte erreicht. Über DSL wird die Seite dann zwar immer noch in weniger als einer Sekunde aufgebaut, aber mit dem obigen Modem werden es dann bereits an die 20 Sekunden.

Wartezeiten von 20 Sekunden akzeptiert aber bereits nur noch jeder zweite Besucher.